Mittelfranken gehört mit seinen rund 1,8 Millionen Einwohnern zu den Regionen mit Bevölkerungswachstum. Maßgeblich zum mittelfränkischen Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 98 Mrd. Euro (2023) trugen über 130.000 IHK-Mitgliedsbetriebe mit über 825.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und 18.521 Ausbildungsverhältnissen (2024) sowie 61.380 eingeschriebene Studierende bei.
Das Jahr 2024 stand weiterhin im Zeichen der wirtschaftlichen Stagnation. Angesichts von hohen Energie-, Erzeuger- und Verbraucherpreisen sowie gestiegenen Arbeitskosten blieben Impulse für die industrielle Nachfrage aus In- und Ausland schwach. Investitionszurückhaltung und ein verhaltenes Konsumklima sowie zunehmende Fachkräfte-Engpässe bremsten neben der Industrie auch Bauwirtschaft und Handel. So ging das deutsche BIP in 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Prozent zurück, nachdem es schon 2023 um 0,3 Prozent geschrumpft war. Die Inflationsrate lag im Jahresdurchschnitt 2024 bei 2,2 Prozent und damit unter den sehr hohen Raten von 5,9 bzw. 6,9 Prozent der beiden Vorjahre.
Dr. Udo Raab, Leiter des IHK-Geschäftsbereichs Standortpolitik und Unternehmensförderung